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Was eine Tasse Tee tatsächlich kostet

Der Packungspreis ist sichtbar. Der Tassenpreis hängt von deiner Dosierung und deinem tatsächlichen Verbrauch ab.

Waage mit Teeblättern neben Münzen und einer Tasse

Mit dem Nettogewicht rechnen

Zwei ähnlich große Teedosen können sehr unterschiedliche Mengen enthalten. Suche deshalb zuerst das Nettogewicht. Für einen einfachen Vergleich teilst du den Preis durch die Grammzahl und multiplizierst das Ergebnis mit deiner üblichen Blattmenge pro Zubereitung. Eine erfundene Hundert-Gramm-Packung für zehn Euro kostet bei drei Gramm pro Portion dreißig Cent an Tee. Wasser, Energie, Milch und Versand kommen gegebenenfalls noch dazu und sind in dieser Rechnung nicht enthalten.

Das Wort Tasse ist dabei ungenau. Ein Anbieter meint vielleicht ein kleines Probiergefäß, während du morgens einen großen Becher füllst. Vergleiche die Menge, die du tatsächlich trinkst. Eine beeindruckende Portionszahl auf der Verpackung hilft wenig, wenn sie nicht zu deinem Alltag passt. Benötigst du von einem Tee mehr Blätter für den gewünschten Geschmack, bedeutet ein niedriger Grundpreis nicht zwangsläufig den günstigsten Becher.

Weitere Aufgüsse nur bei tatsächlichem Gebrauch zählen

Manche Blätter liefern mehrere angenehme Aufgüsse. Ein theoretischer fünfter spart aber nichts, wenn du nach dem ersten aufhörst. Rechne deshalb nach deinen Gewohnheiten. Für einen Nachmittag mit kleiner Kanne passt der Preis der gesamten Sitzung; für den eiligen Morgen der Preis des mitgenommenen Getränks. Verwende bei einem Vergleich dieselbe Grundlage. Sonst erscheint ein Tee allein deshalb günstiger, weil du ihm mehr nutzbare Aufgüsse zugerechnet hast.

Auch die Verpackung spielt mit. Eine wiederverwendbare Dose kann sich einmal lohnen, während Nachfüllpackungen den laufenden Preis verändern. Eine Probe ist pro Gramm teurer, verhindert aber vielleicht einen großen Fehlkauf. Versandfreigrenzen verleiten dazu, zusätzliche Sorten einzupacken. Betrachte den vollständigen Warenkorb einschließlich Versand. Ungenutzter Vorrat ist keine Ersparnis, nur weil der Preis pro Gramm etwas niedriger war.

Genuss gehört zur Rechnung

Der günstigste Tee ist wenig wert, wenn du ihn nicht trinken möchtest. Umgekehrt ist ein teurer Tee nicht automatisch die bessere Alltagswahl. Lege einen angenehmen Preisrahmen fest und probiere innerhalb dieses Rahmens kleinere Mengen. Schau nach einem Monat, was leer ist und was noch wartet. Diese Beobachtung ist meist hilfreicher, als jeder einzelnen Geschmacksnote einen scheinbar genauen Geldwert zuzuordnen.

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