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Warum Hojicha braun aussieht und trotzdem Grüntee ist

Hojichas braunes Blatt und sein Röstduft entstehen durch Rösten. Trotzdem gehört er zur Grünteefamilie.

Braune geröstete Hojichablätter und Stängel neben kupferfarbenem Tee

Braun bedeutet nicht immer Schwarztee

Hojicha zeigt besonders anschaulich, dass Teekategorien keine einfachen Farbtabellen sind. Seine Blätter sind braun, die Tasse leuchtet eher bernstein- oder kupferfarben als grün. Trotzdem gehört er zu den japanischen Grüntees, denn entscheidend ist die Verarbeitung vor dem Rösten. Die Röstung verändert Aussehen und Duft. Wer Grüntee bisher nur als scharf oder grasig erlebt hat, entdeckt hier einen ganz anderen Zugang. Der warme geröstete Charakter passt nicht zu jedem üblichen Grünteeklischee.

Röstung hat ihre eigenen Geschmackswörter

Rieche zunächst an etwas trockenem Hojicha. Geröstete Nüsse, warmes Holz, Brotkruste oder ein sanfter karamellartiger Eindruck können passende Vergleiche sein. Gemeint sind keine zugesetzten Zutaten. Ein süßlich duftender Tee schmeckt auch nicht zwangsläufig wie ein gezuckertes Getränk. Röstung sollte außerdem nicht automatisch als Rauch bezeichnet werden. Rauch ist ein anderer Einfluss. Hojicha kann kräftig geröstet duften, ohne an ein Lagerfeuer zu erinnern. Beachte, ob der Duft eher rund oder scharf erscheint.

Blätter und Stängel haben beide ihren Platz

Mancher Hojicha besteht hauptsächlich aus Blatt, anderer enthält viele Stängel. Es gibt auch ausdrücklich als gerösteter Stängeltee angebotene Varianten. Das verändert das Verhältnis von Duft und Körper. Helle holzige Stücke bedeuten daher nicht automatisch unerwünschtes Füllmaterial. Lies die Produktbeschreibung. Wenn der Hersteller diese Bestandteile gezielt für den Stil auswählt, gehören sie zum beabsichtigten Tee. Sie sind kein Grund, die Packung bereits vor dem ersten Aufguss abzuwerten.

Ein angenehmer Wechsel

Bereite die erste Tasse nach den Herstellerangaben zu und koste ohne Milch. Ein leichter Aufguss kann intensiv duften; Duftstärke und Dichte sind nicht dasselbe. Später lässt sich ausprobieren, wie die Röstnoten zu einem schlichten Keks oder einer Mahlzeit passen. Hojicha wird häufig als koffeinarm beschrieben, ist aber nicht automatisch koffeinfrei. Orientiere dich an den Informationen zum konkreten Produkt und an deinen Bedürfnissen. Der Geschmack darf trotzdem der wichtigste Grund bleiben, warum dieser Tee einen Platz im Schrank bekommt.

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