Eine Steinzeugkanne auch gefüllt beurteilen
Eine leere Kanne kann angenehm schwer wirken und gefüllt mühsam werden. Gewicht, Griff und tatsächlich genutzte Füllmenge gehören zusammen.

Wasser gehört zum Ausprobieren dazu
Eine leere Steinzeugkanne verrät wenig darüber, wie sich eine volle Runde Tee ausgießen lässt. Mit Wasser, Deckel und nassem Sieb verändert sich das Gewicht deutlich. Wer die Kanne bereits besitzt, kann den Ablauf mit kühlem Wasser über der Spüle ausprobieren. Dabei nur bis zur vorgesehenen Nutzfüllmenge füllen und die üblichen Tassen verwenden. Achten Sie darauf, wann das Handgelenk die Belastung durch eine ungünstige Haltung auszugleichen beginnt.
Es geht nicht allein darum, die Kanne anheben zu können. Sie muss beim langsamen Neigen ruhig bleiben und anschließend ohne Verschütten wieder aufgerichtet werden. Drücken die Fingerknöchel dabei gegen den Kannenkörper, wird das mit heißem Tee unangenehm. Auch ein enger Griff kann stören, obwohl das Gefäß selbst gar nicht besonders schwer ist. Form und Gewicht wirken beim Ausgießen immer zusammen.
Die gewöhnliche Teerunde entscheidet
Überlegen Sie, wie viel Tee Sie meistens gemeinsam trinken. Die seltene große Besuchsrunde muss nicht die Größe der täglich benutzten Kanne bestimmen. Ein kleineres Gefäß kann zwei Tassen gut versorgen und später neu aufgegossen werden. Bei mehr Gästen sind zwei handliche Kannen unter Umständen angenehmer als ein schweres Einzelstück. Stellen Sie die Tassen so auf, dass niemand mit ausgestrecktem Arm über andere Plätze hinweg ausgießen muss.
Beobachten Sie auch den Deckel. Manche Formen müssen beim Gießen festgehalten werden, andere besitzen eine Haltenase. Die Anleitung des Herstellers ist maßgeblich; ein dekorativer Knauf bleibt nicht zwangsläufig kühl. Wenn ein sicherer Guss nur mit einer unbequemen Haltung möglich ist, passt ein anderer Griff oder eine kleinere Kanne besser. Ein schönes Gefäß sollte den täglichen Handgriff erleichtern.
Die Anleitung bleibt wichtiger als der Materialname
Prüfen Sie vor der Nutzung von Wärmegeräten die Angaben zur konkreten Kanne. Steinzeug bedeutet nicht automatisch, dass ein Gefäß auf den Herd darf. Bei mikrowellengeeigneten Kannen muss ein Metallsieb gegebenenfalls vorher herausgenommen werden. Vermeiden Sie starke Temperaturwechsel zwischen heißem Tee und kaltem Spülwasser. Nach dem sicheren Abkühlen wie vorgesehen reinigen und den Deckel getrennt trocknen lassen. So bleibt die Kanne nicht nur ansehnlich, sondern auch praktisch zu benutzen.